Telefunkenplatte GmbH

Auf Initiative von Kaiser Wilhelm II. gründeten die Allgemeine
Elektrizitäts-Gesellschaft (AEG)
und die Siemens & Halske AG im
Jahr 1903 zusammen die Gesellschaft für drahtlose Telegraphie System
Telefunken
- kurz: Telefunken. Dieser Schritt war eine politische
Reaktion auf die Bemühungen Großbritanniens zur Weiterentwicklung der
Funktechnik. Nach dem Ersten Weltkrieg schufen Telefunken-Ingenieure die
Voraussetzungen zur Einführung des Rundfunks in Deutschland (1923). In
den 1930er Jahren war Telefunken maßgeblich an der Entwicklung des
elektronischen Fernsehens beteiligt. 1941 veräußerte Siemens seine
Telefunken-Anteile im Rahmen der sogenannten "Telefunken-Transaktion" an
die AEG, die damit alleiniger Anteilseigner wurde.

source:
http://w4.siemens.de/archiv/de/beteiligungen/beteiligungen_hist.html

Two rival research groups were working in the field of wireless
telegraphy at the beginning of the last century. The Slaby-Arco group
was represented by the radio-telegraphy department of AEG, founded in
1899. The Braun-Siemens group was represented by a company named
Gesellschaft für drahtlose Telegraphie, System Prof. Braun und Siemens &
Halske GmbH. Under the advice of emporer Wilhelm II, the two groups
merged to form the Gesellschaft für drahtlose Telegraphie mbH
company on May 27, 1903.

The company name was changed to "Telefunken, Gesellschaft für
drahtlose Telegraphie
" on April 17, 1904. Telefunkenplatte GmbH
began commercial activity on July 26, 1932 with registered capital of
100,000 Reichsmarks.

source: http://www.telefunken.de/engl/historie1923_1936.html

Hervorgegangen ist die Telefunken aus der Deutschen Ultraphon
Aktiengesellschaft
. Diese war 1931 in Schwierigkeiten geraten. Trotz
gut laufender Geschäfte war deren Konkurs Anfang 1932 nicht mehr
abzuwenden. Acht Monate lang konnten keine Aufnahmen mehr gemacht
werden, die Künstler dafür nicht mehr bezahlt werden. Die Marken der
Ultraphon waren schon umgeschrieben - ein Unternehmer aus Holland hatte
sie gekauft, als die Rettung kam.

Die "Gesellschaft für drahtlose Telegraphie m. b. H.", zum Teil
verbunden mit der AEG, hatte bereits 1903 den Namen "Telefunken"
angemeldet und schützen lassen, ohne dabei an Rundfunkgeräte oder
Schalplatten zu denken. Anfang der 30er war die Firma inzwischen zum
führenden Rundfunkgerätehersteller geworden. Sie hatte die ersten
Plattenspieler für die elektro-akustische Schallplattenwiedergabe
konstruiert. Schließlich fragte man sich, warum auf ihren eigenen
Geräten immer nur Platten von anderen Firmen abgespielt wurden, zumal
auch die damals für die Herstellung notwendigen Pressmatrizen bereits
auf Telefunken-Apparaturen geschnitten wurden.

Im März 1932 bot sich die Möglichkeit zuzugreifen: Am 22.3. kaufte
die Telefunken das gesamte Matrizenlager der Ultraphon, inklusive
sämtlicher Verwertungsrechte, darunter auch Aufnahmen von Marlene
Dietrich. Das alles für den damals lächerlichen Preis von 100 000
Reichsmark. Zum Paket gehörte auch die Fabrikationsstätte in Berlin. Im
Juni 1933 wurde das Wortzeichen "Telefunken" u.a. für Schallplatten in
das Warenverzeichnis eingetragen, das legendäre Telefunken-Logo im
Frühjahr 1937 geschützt.

Die neue Firma hatte jetzt ihren Sitz in Berlin-Tempelhof. Durch die
Einbindung in den Telefunken Konzern war auch das nötige Geld da.
Trotzdem dauerte es noch eine Zeit, bis die Aufnahme- und
Produktionstätigkeit wieder aufgenommen wurde. Zunächst verzichtete man
wegen Arbeitslosigkeit und Rezession in Deutschland auf die Herstellung
neuer Produkte. Trotzdem hatte die neue Firma große Marktvorteile: Neben
den Finanzreserven war auch der - von der Ultraphon übernommene -
Aufnahmestab wichtiges Kapital. In den nächsten Jahren sollte das Team
unter seinem Leiter Herbert Grenzebach erneut sein Können unter Beweis
stellen.

Das neue Aufnahmestudio wurde in der altehrwürdigen Berliner
Singakademie eingerichtet. Dieser klassizistische Saal bot eine
einzigartige Akustik und ideale Bedingungen für die Aufnahmen der
Telefunken. Auf der Bühne konnten bequem 100 Musiker Platz nehmen und
dazu ein Chor mit 200 Mitwirkenden. Für kleinere Besetzungen konnte der
Raum durch Vorhänge beliebig verkleinert werden. Die gute Finanzdecke
machte eine ordentliche Aufnahmeplanung möglich. Außerdem
veröffentlichte die Telefunken das Matrizenlager der Ultraphon -
unschätzbar wertvolle Aufnahmen.

Zwischen 1934 und 1944 hatte sich Telefunken zu einer führenden Marke
entwickelt, der Marktanteil betrug zeitweise 34 bis 36 Prozent. Damals
eine bemerkenswerte Größe, zumal die Konkurrenz mit etablierten
Unternehmen wie Grammophon, Lindström und Electrola nicht schlief. Um
Künstlern bessere Bedingungen zu geben, führte Telefunken als erste
deutsche Schalplattenfirma eine Umsatzbeteiligung ein. Zur Förderung der
Musiker wurde ein eigenes Werbe- und Künstlerbüro "Unter den Linden"
eingerichtet. Aufgabe war Planung und Durchführung von Konzerten, sowie
die Werbung für Künstler und deren Platten, auch das damals eine Novität
in Deutschland. Anfang der 30er gelang es Telefunken die Aufnahmetechnik
zu revolutionieren. In der Singakademie gab es hervorragende
Möglichkeiten für akustische Spielereien, die so bisher noch nicht zu
hören waren. Die besten Ingeneure und Erfinder entwickelten Mikrofone
und Aufnahmetechniken.

source:
http://www.michels-music-consulting.de/telefunken/telefunken-story.html

1932: Telefunken erwirbt Küchenmeister-Konzern: Ultraphon, Orchestrola

source: http://www.archiphon.de/Discologica/chrono2.htm

Deutsche Ultraphon AG

Symptomatisch dafür wurden Unternehmensstrukturen wie die des 1925 in
Berlin gegründeten weitverzweigten Küchenmeister-Konzerns, in dem
Schallplatten-, Tonfilm- und Radiofirmen zusammengeschlossen waren. Mit
der firmeneigenen Neugründung Ultraphon, deren Tochter
Orchestrola-Vocalion und der Übernahme der 1923 in Berlin
gegründeten Adler Phonograph AG verfügte der Konzern über drei der
renommiertesten deutschen Schallplattenlabels jener Zeit. Wie viele
andere, brach das Unternehmen auf dem Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise
1931 zusammen.

source: http://www.crossover-agm.de/txtwick2.htm

In the midst of the 1929 depression, a new label appeared in Europe: Of
Heinrich J. Kuechenmeisters trust's "N.V. Kuechenmeister's
Internationale ULTRAPHOON Maatschappij Amsterdam - Berlin
" with
branches in Holland, Germany, France, Czech Republic. Hugely successful
from the start, the Ultrphone signed up everyone of name and status:
Joseph Schmidt, Erich Kleiber etc. Also of note: The original cast
recording of Brecht's Three Penny opera on four records. Famous is the
double tone-arm Ultraphon record player with a pseudo-stereo effect. The
party lasted until 1931, when the Kuechenmeister Konzern declared
bankruptcy. In March 1932, the German electronic manufacturer Telefunken
buys Ultraphon's matrices and stampers and starts the new Telefunken
label, which has some of the most exciting recordings of German singers
and orchestras with a prolific recording program and - again - superior
technology and surfaces. After a merger with Decca in the 1950's, the
Teldec company is instrumental in developing the stereo recording
technology for LPs.

source:
http://sonoraman.proboards107.com/index.cgi?board=general&action=post&thread=1105566423&quote=1105566423&page=1

Ultraphon and Supraphon

It was in the year 1929 that the Prague firm Ravitas gained exclusive
rights to the sale of recordings by the German company Ultraphon AG,
which also produced records under the Supraphon label. The leading Czech
stars of both popular and serious music began to appear on the Ultraphon
label, among them Jan Kubelík. The colorful history of the recording
industry in Czechoslovakia was deeply affected by political decisions
intended to bring it under the control of the communists.
Nationalization of the recording industry led to the final destruction
of the free market environment, as both Ultraphon and its competitor
Esta were brought under one roof. Three years later, Supraphon was
designated as the export label of the State Gramophone Industry (Státní
gramofonové závody) and the symbol of the lion with a lyre appeared on
its records.

source: http://www.supraphon.com/en/about-us/60th-anniversary/

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Addresses

Telefunkenplatte G.m.b.H., Abt. Spezialaufnahmen, Hallesches Ufer 30,
Berlin SW 11

Category:Record
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